Die ABA war meines Empfindens nach wahnsinnig anstrengend, hat mir aber auch vieles beigebracht. Ich habe für meine ABA einen Kurzfilm über mentale Gesundheit selber geschrieben, geplant, gedreht und bearbeitet. Für das Schauspielern hat es leider nicht gereicht, hier sind meine beste Freundin und ein weiteres Mädchen freundlicherweise eingesprungen. Zu diesem Kurzfilm sind noch dessen schriftliche Dokumentation und Recherche hinzugekommen.
Ich kann nicht genau sagen, was der anstrengendere Teil war.
Denn beim Kurzfilm war alles, was ich selbst erledigen und abarbeiten konnte, von der Zeiteinteilung großteils mir selbst überlassen und ich konnte dementsprechend daran arbeiten, wann und wo ich will.
Der Part, wo ich hingegen auf andere angewiesen war, wie die Suche nach Schauspielern, war meines Empfindens nach sehr geprägt von Stress und Sorge. Beispielsweise dass sich keiner meldet (was anfangs der Fall war), dass ich niemanden finde, der gleichzeitig verfügbar ist (was ebenfalls der Fall war), oder dass wer absagt (was auch passiert ist). Nachdem dieser Teil allerdings erledigt war und die Dreharbeiten bevorstanden, hat mir das Projekt bis zum fertigen Film erneut Spaß gemacht.
Bevor ich zum nächsten Teil komme, möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf mein Thema verweisen. Während meiner Recherche wurden nämlich meine Eindrücke bezüglich der schlechten mentalen Gesundheit vieler junger Menschen bestätigt. Ins Detail zu gehen, wäre hier zu ausführlich, ich möchte nur sagen, dass vermutlich mehr Menschen betroffen sind, als man vielleicht denkt. Daher achtet auf eure Mitmenschen und auf euch selbst, redet miteinander.
Anknüpfend an den Film kam dann die schriftliche Arbeit. Hier musste ich überwiegend dokumentieren, was, wie und warum ich das gemacht habe. Das ging einigermaßen gut und schnell voran. Eher langsam waren jedoch die Stellen, an denen ich recherchieren und vertrauenswürdige Quellen suchen musste, im Fließtext Kurzverweise schreiben musste, und, am kräftezehrendsten, die Quellenangabe.
Hört sich alles jetzt mega positiv an, war es stellenweise auch nicht, aber alles in allem kann ich nur sagen, dass es sich sehr toll anfühlt, so ein großes Projekt abzuschließen. Nicht nur das, es hat mir auch nochmal sehr geholfen in dem Aspekt, wie man (vor-)wissenschaftlich arbeitet, Quellen sucht, diese Art Text verfasst und vor allem Quellen angibt.
Es hat definitiv einen Mehrwert für mich gehabt und ich kann es anderen empfehlen, eine ABA zu schreiben, insbesondere wenn man studieren will. Wichtig ist nur, dass man ein gutes Zeitmanagement hat, es nicht unterschätzt und, am wichtigsten, ein Thema auswählt, das einen tatsächlich interessiert, egal ob künstlerisch oder traditionell.
Lucia (8a)









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